Am 01.04. begann für acht Jugendliche ein kleines Abenteuer, bei dem zunächst niemand so genau wusste, was eigentlich auf sie zukommt. Das Ziel war geheim, genauso wie das genaue Programm. Klar war nur: Übernachtet wird im Wald und alles, was gebraucht wird, muss selbst getragen werden.
An der Jugendzentrale wurde zuerst gemeinsam der Proviant gepackt. Doch bevor es überhaupt losgehen konnte, stand die erste Herausforderung an: Rätsel lösen, um die Koordinaten für den Schlafplatz herauszufinden. Das Ganze ohne Handy, denn es galt „handyfreie Zeit“. Für einige war dabei schon die Frage neu, wie man überhaupt Koordinaten auf einer Karte richtig abliest. Mit ein paar Tipps und etwas Teamarbeit war der Weg dann aber schnell klar.
Die erste Etappe wurde mit dem Zug zurückgelegt, bevor es von Neustadt aus Richtung Kalmit zu Fuß weiterging. Unterwegs wurde viel geredet und gelacht. Manche hörten gar nicht mehr auf zu erzählen, andere wechselten plötzlich zwischen verschiedenen Sprachen, erzählten von den Kobolden und Elfen die wir auf unserem Weg trafen oder berichteten davon, gerade den Mount Everest zu besteigen. Der Grund dafür waren kleine Aufgaben, die schon im Zug gezogen wurden und über den Tag hinweg umgesetzt werden sollten.
Der Weg nach oben hatte es in sich. Das viele Gepäck machte sich bemerkbar und sorgte dafür, dass auch mal geschwitzt und öfter pausiert wurde. Trotzdem blieb die Stimmung durchgehend gut. Oben auf der Kalmit angekommen, wurde der Moment erstmal gemeinsam gefeiert.
Kurz darauf ging es weiter zum Trekkingplatz. Dort wurden die Zelte aufgebaut, Feuerholz gesammelt und schließlich saßen alle zusammen am Lagerfeuer. Am Abend folgte noch eine kleine Nachtwanderung. Ein Teil der Strecke wurde alleine gegangen, was für einige eine echte Herausforderung war und Überwindung kostete. Danach ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen.
Die Nacht war kurz und ziemlich kalt, doch am nächsten Morgen wurde gefrühstückt und alles wieder zusammengepackt. Am zweiten Tag führte der Weg weiter Richtung Hambacher Schloss. Diesmal ging es etwas ruhiger zu. Mit kleinen Impulsen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit ihrem eigenen Lebensweg und tauschten sich darüber aus, was war und was vielleicht noch kommen soll. Dabei wurde auch deutlich, dass nicht immer alles gerade läuft und dass es völlig in Ordnung ist, seinen eigenen Weg zu suchen und sich dafür Zeit zu nehmen.
Am Hambacher Schloss angekommen, gab es noch ein gemeinsames Picknick, bevor es wieder zurück nach Landau ging. Zwei intensive Tage gingen zu Ende, die nicht nur anstrengend und lustig waren, sondern auch viele neue Eindrücke und Gedanken mitgebracht haben.